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Hausarztpraxis
Frank Ehrenberg
Anger 80
06800 Raguhn-Jeßnitz

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News

„Der Lebensmittelverband profiliert sich bisher als Verhinderer gesunder Ernährung“

Zur Ankündigung des Herstellers Iglo, den Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.) zu verlassen, kommentiert Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

„Wir begrüßen die Entscheidung von Iglo, nicht länger einen Verband zu unterstützen, der die Zeichen der Zeit in Sachen gesunde Ernährung verschlafen hat. Der BLL profiliert sich bislang als Verhinderer vieler wissenschaftlich empfohlener Maßnahmen zur Eindämmung von Übergewicht. Dies wurde zuletzt deutlich bei der Diskussion um den Nutri-Score, der ebenfalls nicht vom BLL unterstützt wird, obwohl bereits fünf deutsche Hersteller, darunter Iglo, das Kennzeichnungssystem eingeführt haben oder dies planen. Iglo zeigt, dass es auch anders geht und die Lebensmittelindustrie Teil der Lösung sein kann und will. Für den BLL muss dies ein Weckruf sein, seine Blockadehaltung in Sachen gesunder Ernährung aufzugeben. Ein konkreter Schritt wäre die Unterstützung des Nutri-Scores als europäische Lösung einer verständlichen Lebensmittelkennzeichnung.“

Herzwochen – Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?

Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2019 mit über 1.000 Veranstaltungen (Termine ab Mitte Oktober unter www.herzstiftung.de). Jedes Jahr erleiden in Deutschland 65.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, etwa 60.000 versterben daran. „Das müsste nicht sein. Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, von dem es kein Entkommen gibt“, betont der Herzspezialist und Notfallmediziner Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod überwiegend durch Kammerflimmern, das das Herz von einer Sekunde auf die andere komplett aus dem Takt bringt. Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach zehn Minuten sind Wiederbelebungsmaßnahmen in aller Regel erfolglos.

Wer ist gefährdet? Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrundeliegende Erkrankung. Autopsien bei plötzlich Verstorbenen haben eine Häufigkeit der KHK von bis zu 75% ergeben. Sie wiederum ist verursacht durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin). Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Drogenkonsum spielen eine Rolle. Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen, seltener Herzklappenerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein. „Die beste Strategie ist es, Herzerkrankungen – allen voran die KHK – frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, erläutert Andresen und betont: „Wenn wir es fertig bringen durch konsequente Aufklärung und nachhaltige präventive Maßnahmen die koronare Herzkrankheit zu reduzieren, dann wird der plötzliche Herztod vieles von seinem Schrecken verlieren. Leider sind wir davon noch sehr weit entfernt.“ Die Herzwochen sollen helfen mit Unterstützung der Medien die Menschen darüber informieren, wie es zu diesen bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen und wie sie sich am effektivsten vor der Gefahr des plötzlichen Herztodes schützen.

Was tun beim Herzstillstand? Patienten mit einem plötzlichen Herzkreislaufstillstand haben nur eine Chance zu überleben, wenn Zeugen vor Ort sind, die das Geschehen beobachten, richtig einschätzen und nach Alarmierung der Notrufnummer (112) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Die gute Nachricht: Entsprechend einer eigenen Untersuchung* werden 60 bis 70% der Herzstillstände beobachtet, von den Zeugen als Notfall richtig erkannt und auch die Notruf-Nummer 112 alarmiert. Die schlechte Nachricht: Nicht einmal die Hälfte der Zeugen beginnt nach Absetzung des Notrufes mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Mehrheit bleibt untätig. Der Grund: Allgemeine Verunsicherung und vor allem die Angst etwas falsch zu machen. Dabei gilt:

1. Ohne eine Erstversorgung durch Zeugen – zumeist medizinische Laien – hat ein Patient mit einem Herzkreislaufstillstand kaum eine Chance erfolgreich wiederbelebt zu werden. 2. Jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, einen Herzkreislaufstillstand zu erkennen und die notwendigen Schritte zur Rettung der Person einzuleiten.

Die Deutsche Herzstiftung verweist dazu auf ihre Broschüre „Was tun im Notfall?“, in der die einzelnen Schritte einer Laienreanimation leicht verständlich dargestellt sind (Bestellung kostenfrei unter Tel. 069 955128-400, Mail: bestellung@herzstiftung.de oder www.dhs.tips/herznotfall).

Herzspezialisten informieren bundesweit / Neuer Experten-Ratgeber Die Herzstiftung wird in ihrer Kampagne nicht nur über Ursachen, Diagnose- und Therapieverfahren intensiv aufklären. „Wir wollen Menschen die Bedrohlichkeit eines plötzlichen Herzstillstands aufzeigen, zugleich aber auch darüber informieren, dass sie selbst viel gegen ihr Risiko für einen plötzlichen Herztod tun können“, so der Kardiologe. Grundlage der Herzwochen wird die neue Experten-Broschüre „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ mit Beiträgen von renommierten Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen sein. Darin werden Experten laienverständlich über den plötzlichen Herztod, seine Ursachen, Auslöser und Vorboten, Therapien zur Bekämpfung der Grundkrankheiten, über die Wiederbelebung und Akuttherapie sowie psychische Probleme informieren. In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen von Patienten und informieren mit Kurz-Schulungen in den Kliniken über die Laien-Reanimation (Herzdruckmassage/Anwendung eines Laien-AED). Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen und Medien die Möglichkeit, sich kompetent und laienverständlich über wichtige Fragestellungen zu informieren.

*Andresen D., et al., Public access resuscitation program including defibrillator training for laypersons: a randomized trial to evaluate the impact of training course duration. Resuscitation. 2008 Mar;76(3):419-24. Epub 2007 Oct 31 (doi: 10.1016/j.resuscitation.2007.08.019

Operation des Grauen Stars nicht zu lange hinausschieben

Wenn sich im Laufe des Lebens die Linse des Auges eintrübt, dann ist das ein schleichend fortschreitender Vorgang. Viele Patienten sind unsicher, wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist. Dr. Werner Bachmann vom Ressorts Ophthalmochirurgie im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt Hinweise.

Die mit der Linsentrübung (Grauer Star, Katarakt) verbundenen Veränderungen des Sehvermögens nehmen die Betroffenen erst in einem fortgeschrittenen Stadium wahr: Das Farbensehen verändert sich, die Sehschärfe leidet und man fühlt sich leichter geblendet. Mit einer Operation, bei der die trüb gewordene Linse durch ein Kunststoff-Implantat ersetzt wird, lässt sich der Graue Star heilen.
Subjektives Empfinden ist entscheidend

Solange sich die Betroffenen durch die Linsentrübung in ihrem täglichen Leben nicht beeinträchtigt fühlen, besteht kein Grund, zu handeln. Wichtig ist, wie die Patienten selbst es empfinden. Wer regelmäßig Auto fährt, sollte allerdings den subjektiven Eindruck „Ich sehe doch noch ganz gut“ kritisch hinterfragen. Und spätestens, wenn man sich selbst im Straßenverkehr nicht mehr sicher fühlt, wenn man bei schlechten Lichtverhältnissen leicht geblendet wird, dann sollte man mit dem Augenarzt darüber reden.

Keinesfalls ist es notwendig, abzuwarten, bis eine schwere Beeinträchtigung des Sehvermögens vorliegt. Dabei sollte man auch berücksichtigen, dass mit dem Nachlassen des Augenlichts das Risiko für Unfälle steigt – man stürzt leichter, da man Hindernisse nicht wahrnimmt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass nach einer Staroperation das Risiko zu stürzen geringer ist. Der Eingriff verbessert nicht nur die Lebensqualität – sie kann auch das Leben verlängern.
Sicheres Operationsverfahren

Dank moderner Verfahren ist die Staroperation heute ein sehr sicheres Verfahren, nur selten treten Komplikationen auf. In den meisten Fällen kann sie ambulant ausgeführt werden – das heißt, dass die Patienten noch am Tag des Eingriffs wieder nach Hause zurückkehren können.

Dr. Bachmann rät älteren Menschen, die Gesundheit ihrer Augen regelmäßig beim Augenarzt überprüfen zu lassen – denn auch andere Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen, treten vor allem im höheren Lebensalter auf. Dazu gehören das Glaukom (Grüner Star) und die Altersabhängige Makuladegeneration. Wenn aber ein Grauer Star die Ursache für Probleme mit dem Sehen ist, gibt ein Beratungsgespräch mit dem Augenarzt Zuversicht und Sicherheit. Dabei werden neben dem Zeitpunkt der Operation alle wesentlichen Gesichtspunkte des Eingriffs erläutert.

Mit Kater ans Steuer?

Bleierner Kopf, flaues Gefühl im Magen und kein klarer Gedanke möglich: So sieht die leidige Kehrseite eines berauschenden Abends aus - der Kater. Wer am Tag nach einer Feier mit dem Auto fahren will, sollte vorher unbedingt nachrechnen, ob der Alkohol vom Vorabend schon wieder abgebaut ist. Aber nur wenige machen sich Gedanken darüber, ob sie mit einem Kater überhaupt fahrtüchtig sind.

Der promovierte Psychologe Ralf Buchstaller von TÜV NORD hat nachgeforscht: „Typischerweise setzt der Kater einige Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum ein und erreicht seinen Höhepunkt, sobald kein Restalkohol mehr im Blut ist“, erklärt er. Der Blutalkoholspiegel sinkt im Schnitt um 0,1 Promille pro Stunde, je nach körperlicher Verfassung schneller oder langsamer. Oft werde der Restalkohol unterschätzt, warnt Ralf Buchstaller. Aber selbst bei null Promille: „Wer verkatert ist, sollte das Auto besser stehen lassen.“
Denn unter einem Kater kann die geistige Leistungsfähigkeit und somit auch das Fahrvermögen leiden, lautete das Fazit einer britischen Übersichtsstudie vom vergangenen Jahr. Wie genau sich der Kater auf das Denken auswirkt, untersuchten kürzlich Forschende um den Psychopharmakologen Andrew Scholey in Australien. Sie baten rund 350 Feiernde, die nachts in einem Vergnügungsviertel unterwegs waren, um einen Atemalkoholtest. Wer teilnahm, wurde außerdem eingeladen, am nächsten Tag einen Online-Test zu absolvieren, der Konzentration erforderte. Mehr als 100 folgten dem Aufruf. Ergebnis: Der ‚Hangover‘, wie der Kater im englischen Sprachraum heißt, schlug sich vor allem auf das Arbeitsgedächtnis nieder, also den Arbeitsspeicher des menschlichen Denkapparats. Und wie beim Computer geht das zulasten der Geschwindigkeit: Je höher der Blutalkoholspiegel am Vorabend, desto langsamer lösten die Versuchspersonen die Aufgaben.

Am besten erforscht ist der Kater bei niederländischen Studierenden. An der Universität Utrecht untersuchen Pharmakologen und Mediziner regelmäßig die Effekte von Drogen auf Alltagsfertigkeiten. Unter anderem testete ein Team um den Psychopharmakologen Joris Verster knapp 50 gesunde Freiwillige im Fahrsimulator - jeweils einmal nach einem nüchtern verbrachten Vorabend und einmal nach abendlichem Alkoholkonsum. Im letzteren Fall hatten die Versuchspersonen mit der 100 Kilometer langen Strecke im Fahrsimulator mehr Probleme. Im Schnitt wichen sie 1,85 Zentimeter von der Bahn ab, ungefähr so viel wie mit 0,5 Promille Alkohol im Blut, stellten Verster und sein Team fest.
Unter Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen leidet die Leistungsfähigkeit bei einem Kater am stärksten, wie eine Umfrage unter mehr als 1800 Studierenden in einer anderen Utrechter Untersuchung ergab. Die Beschwerden verlaufen meist nach einem von drei Mustern. Der schwerste, vor allem bei Männern verbreitete Kater setzt auf dem Höhepunkt des Leidens ein und bessert sich dann kontinuierlich. Die zweite, eher unter Frauen verbreitete Form bewegt sich auf konstantem, niedrigerem Niveau. Bei der dritten Variante, die Männer und Frauen gleichermaßen trifft, werden die Beschwerden zunächst immer schlimmer und lassen dann wieder nach. Besonderes Kennzeichen: Übelkeit und andere Magen-Darm-Probleme.

Was die vielen unterschiedlichen Symptome verursacht, ist noch nicht restlos geklärt. Bekannt ist, dass Alkohol die Schlafarchitektur und damit die erholsame Nachtruhe stört - auch wenn man wie ein Stein zu schlafen meint. Außerdem sinkt der Blutzuckerspiegel; der Mineralstoffhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht, und es mehren sich Entzündungsmarker im Körper. Zusätzlich könnten alkoholische Substanzen beteiligt sein, die neben dem eigentlichen Ethanol in einigen Getränken enthalten sind. Die eingangs geschilderte Studie aus Australien fand aber keinen Hinweis darauf, dass bestimmte Alkoholika wie Whisky eher einen Hangover hinterlassen.
„Es kommt weniger auf die Sorte als vielmehr auf die Menge an“, sagt Ralf Buchstaller. Ein Kaffee zwischendurch kann deshalb unerwünschte Folgen haben. Mixt man Alkohol mit Wachmachern, so stellten zwei Übersichtsstudien aus Frankreich und Australien fest, wird man später müde, hat mehr Lust auf Alkohol und trinkt entsprechend mehr.
Der Psychologe von TÜV NORD empfiehlt vielmehr, spätestens zum Ende einer Feier auf Wasser umzusteigen. Das beugt nicht nur einer Dehydrierung und damit Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen vor. „Man trinkt dadurch unterm Strich weniger Alkohol. Und das ist die beste Methode, einem Kater zu entkommen.“



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