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Hausarztpraxis
Frank Ehrenberg
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News

Wiederbelebung in Corona-Zeiten: Keine Scheu vor lebensrettender Herzdruckmassage!

Jedes Jahr erleiden ca. 65.000 Menschen in Deutschland ein plötzliches Herz-Kreislauf-Versagen, das in wenigen Minuten zum Tod führt, wenn nicht sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird. Da professionelle Rettungskräfte frühestens nach sieben bis acht Minuten vor Ort sein können, kommt der Ersten Hilfe durch Personen, die vor Ort sind, eine lebensrettende Rolle zu (Laienreanimation). Sie überbrückt die Phase vom Auftreten des Herzstillstandes bis zur Ankunft des professionellen Rettungsteams. „Durch Vereinfachung der Leitlinien und durch flächendeckende bundesweite Informationsveranstaltungen, intensiv unterstützt durch die Medien, ist es in Deutschland gelungen den Anteil der Laienreanimation von 30 Prozent auf etwa 55 Prozent zu erhöhen“, betont der Notfallmediziner Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de). Und weiter: „Diese Errungenschaft ist nun in Gefahr. Wir sehen das Risiko, dass in Zukunft aus Angst vor einer Coronavirus-Infektion Zeugen eines Herzstillstands wieder häufiger die lebensrettende Herzdruckmassage unterlassen und stattdessen nur noch den Notruf 112 absetzen. Das bedeutet dann für viele Patienten den sicheren Tod oder schwerste bleibende Hirnschädigungen“, warnt der Klinikdirektor für Kardiologie am Ev. Hubertus-Krankenhaus und Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin. Damit das nicht passiert, hat das Internationale Komitee für Wiederbelebung, ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation), die bestehenden Leitlinien so angepasst, dass eine effektive Herzdruckmassage ohne signifikante Erhöhung des Infektionsrisikos möglich ist. Die Deutsche Herzstiftung hat die wichtigsten Wiederbelebungsschritte auch in Anlehnung an Empfehlungen des Deutschen Rats für Wiederbelebung (GRC) aktuell angepasst.

Was hat sich geändert? 1. Für Laien-Helfer gelten nach wie vor die kurzen und gut merkbaren vier Schritte der Wiederbelebung: Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken.

2. Zur Prüfung, ob es sich bei dem Bewusstlosen um eine Person mit einem Herz-Kreislaufstillstand handelt, werden nicht mehr die Schultern bewegt, sondern die Person wird nur noch laut angesprochen.

3. Die Prüfung, ob die Person atmet, wird nicht mehr durch Halten eines Ohres unmittelbar vor Mund und Nase des Patienten geprüft, sondern indem der Ersthelfer im Stehen schaut, ob sich der Brustkorb atemsynchron bewegt.

4. Für den Verzicht auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung hat sich die Deutsche Herzstiftung schon lange Jahre aus Gründen einer höheren Effektivität ausgesprochen.

5. Auch das Legen eines leichten Tuches über Mund und Nase des Patienten dient dem Schutz vor einer Infektion.

6. Wenn eine Gesichtsmaske vorhanden ist, so bietet sie dem Ersthelfer zusätzlichen Infektionsschutz.

Die einzelnen Schritte einer Wiederbelebung durch Laien kurzgefasst:

  •     Prüfen
    Reaktion auf lautes Rufen?
    Fehlende/abnormale Atmung?

  •     Rufen
    Um Hilfe rufen (Tel.112)

  •     Drücken
    Leichtes Tuch (z. B. Schal/Taschentuch) über Mund und Nase
    Kontinuierliche Herzdruckmassage, bis der Rettungsdienst da ist.

  •     Schocken
    AED
    Computer-Stimme sagt, was zu machen ist.


Die vier Schritte der Laien-Reanimation Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken (in Corona-Zeiten) in ausführlicher Form:

1. PRÜFEN: Zur Prüfung, ob es sich bei dem Bewusstlosen um eine Person mit einem Herz-Kreislaufstillstand handelt, wird die Person nicht mehr an den Schultern bewegt, sondern nur noch laut angesprochen.
Die Prüfung, ob die Person atmet, wird nicht mehr durch Halten eines Ohres unmittelbar vor Mund und Nase des Patienten geprüft, sondern durch Schauen im Stehen, ob sich der Brustkorb des Patienten atemsynchron bewegt. 2. RUFEN: Wenn die Person nicht reagiert und sich der Brustkorb als Zeichen der Atmung nicht typisch auf und ab bewegt, muss als erstes sofort Hilfe herbeigerufen werden (Notruf 112). 3. DRÜCKEN: Für den Verzicht auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung hat sich die Deutsche Herzstiftung schon lange Jahre aus Gründen einer höheren Effektivität ausgesprochen.
Das Legen eines leichten Tuches über Mund und Nase des Patienten dient ebenfalls dem Schutz vor Infektion. Wenn eine Gesichtsmaske vorhanden ist, so bietet sie sicher auch dem Ersthelfer einen Infektionsschutz.
Zum Drücken kniet man sich an eine Seite (egal ob rechts oder links) der Person. Den Handballen auf die Mitte des Brustbeines aufsetzen, zweite Hand auf den Handrücken der ersten platzieren. Senkrecht über die Brust der Person beugen und mit gestreckten Armen das Brustbein 5-6 cm in Richtung Wirbelsäule mit einer Frequenz von 100- bis 120-mal pro Minute (im Takt des Bee Gees-Hits „Stayin‘ Alive“) drücken. Die Herzdruckmassage wird durchgeführt, bis das Rettungsteam eintrifft. 4. SCHOCKEN: Sind zwei Helfer bei der bewusstlosen Person und ist bekannt, wo in der Nähe ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ist, kann einer der beiden den AED holen, während der andere die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung fortsetzt. AEDs arbeiten weitgehend automatisch. Nur die Elektroden müssen auf den Brustkorb geklebt und zum Auslösen des Schocks muss ein Knopf gedrückt werden. Ein Stimmenrekorder in dem Defibrillator gibt an, ob und wie eine Schockabgabe erfolgen soll, damit das Herz wieder eigenständig als Pumpe arbeiten kann.

Die vier Schritte Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken sind die überlebensentscheidende Basis einer erfolgreichen Laien-Reanimation. „Die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Person mit Herzstillstand hängt ganz wesentlich davon ab, wie frühzeitig und mit welcher Qualität die Zeugen eines Herz-Kreislauf-Versagens die Wiederbelebung durchführen. Auf diese Lebensretter zählen wir, auch während der Corona-Pandemie“, betont Kardiologe Andresen.

03.06.2020 DGA | Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.

Weltnichtrauchertag: Lass dich nicht manipulieren!

Jugendliche und junge Erwachsene werden in hohem Maße von den Marketingstrategien der Tabakindustrie angesprochen – so werden neue Generationen abhängiger Konsumenten gewonnen. „Kill yourself starter kit – Lass dich nicht manipulieren“ lautet daher in Deutschland das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31. Mai. Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR), das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe nehmen dies zum Anlass, speziell junge Menschen über die Marketingstrategien der Tabakwirtschaft zu informieren. Denn das Experimentieren mit Shishas und E-Zigaretten kann den Start in eine Nikotinsucht sowie wahrscheinlich ein späteres Ausprobieren von Tabakzigaretten begünstigen. Das Bündnis aus Gesundheitsexperten fordert die Bundesregierung daher dazu auf, längst überfällige Maßnahmen der Tabakprävention umzusetzen und auch E-Zigaretten stärker zu regulieren.

Zigarettenwerbung verspricht Coolness und Unabhängigkeit. Werbung für E-Zigaretten und Tabakerhitzer unterstellt, dass Dampfen stylisch und unbedenklich sei. Wahr ist jedoch, dass Shisha- und Zigarettentabak süchtig machen und tödlich sein können. „Der größte Anteil der jährlich 120.000 tabakbedingten Todesfälle in Deutschland ist auf Krebserkrankungen zurückzuführen, gefolgt von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Bereits geringe Tabakmengen erhöhen das Sterberisiko.“ Auch Dampfen mit Nikotin macht abhängig, und selbst nikotinfreies Dampfen schadet der Gesundheit. Die Teenager von heute sind die Kunden von morgen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch die Marketingstrategien der Tabakindustrie: Jugendaffine Werbekampagnen, Sponsoring von Veranstaltungen und Influencern sowie die kostenlose Produktabgabe bei Veranstaltungen gehören zu den Strategien dazu. Aber auch stylische Produktdesigns und der Einsatz einer Fülle von Aromen sollen das Interesse bei jungen Menschen speziell für Shishas und E-Zigaretten wecken.

Trotz Verboten und Beschränkungen ist Tabakwerbung in Deutschland allgegenwärtig. Im Außenbereich, an Verkaufsorten sowie im Kino ab 18 Uhr ist Werbung für Tabakprodukte hierzulande – anders als in allen anderen europäischen Ländern – immer noch erlaubt. Dies gilt ebenso für die Bewerbung von E-Zigaretten und Tabakerhitzern. „Das ist fatal, denn diese Werbung wird von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen und führt zu einem vermehrten Konsum dieser Produkte“, betont Professor Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord). „Bei Jugendlichen mit häufigem Kontakt zu Werbung für E-Zigaretten verdoppelt sich innerhalb eines Jahres das Risiko, mit dem Dampfen zu beginnen – das für Shisha-Rauchen verdreifacht sich sogar.“

„Mit ihren fruchtigen Aromen knüpfen E-Zigaretten und Shishas vielfach an den Geschmack von Süßigkeiten an. Es besteht die Gefahr, dass junge Menschen mit diesen Produkten ein Rauchritual einüben und potenziell nikotinabhängig werden. Langfristig könnte dies die bislang erzielten Erfolge der Tabakprävention torpedieren“, so Dr. Martina Pötschke-Langer, Vorsitzende des ABNR. „In den vergangenen Jahren hat Deutschland in der Tabakprävention allerdings lediglich Vorgaben der Europäischen Union umgesetzt und belegt daher in der Tabakkontrolle im europäischen Vergleich den letzten Platz“, sagt Katrin Schaller, Mitarbeiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung weitere Maßnahmen ergreift und das seit Jahren verschleppte Verbot der Außenwerbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten beschließt. Dringend notwendig wären auch eine spürbare Erhöhung der Tabaksteuern und die Einführung einer spezifischen Steuer auf E-Zigaretten.“

Der diesjährige Weltnichtrauchertag wird zudem geprägt von der aktuellen COVID-19-Pandemie. „Rauchen und möglicherweise auch Dampfen können das Risiko eines schweren Infektionsverlaufs begünstigen“, sagt Professor Dr. Stefan Andreas, Chefarzt der Lungenfachklinik Immenhausen und Mitglied im ABNR. „Wer rauch- und dampffrei lebt, tut seiner Lunge in jedem Fall etwas Gutes.“

Das aktuelle Plakat zum Weltnichtrauchertag sowie weitere Informationsmaterialien können unter www.dkfz.de/de/tabakkontrolle, www.weltnichtrauchertag.de und hier bestellt und heruntergeladen werden.

Forderungen des ABNR an die Politik
Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN, in dem neben der Deutschen Krebshilfe und dem DKFZ 13 weitere bundesweit tätige Gesundheitsorganisationen vertreten sind, fordert zum Weltnichtrauchertag 2020, dass Deutschland endlich wirksame regulatorische Maßnahmen ergreift, um die Bevölkerung – insbesondere Jugendliche – vor den Manipulationen durch die Industrie zu schützen. Hierzu gehören vor allem:

  • ein schnellstmögliches Verbot der Außenwerbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten, von Sponsoring und Promotion sowie der kostenlosen Abgabe
  • deutliche und spürbare Steuererhöhungen für Tabakprodukte, eine höhere Besteuerung von Tabakerhitzern und die Einführung einer Besteuerung von E-Zigaretten
  • eine Kostenerstattung für wissenschaftlich gesicherte Methoden der Tabakentwöhnung durch die Krankenkassen

Kontaktlinsen als Sehhilfe, Schutz und Heilmittel

Nicht nur als hervorragende Sehhilfe schätzen Augenärzte die Kontaktlinse. Die kleinen Kunststofflinsen lassen sich auch therapeutisch einsetzen – sei es als Verband bei oberflächlichen Verletzungen, sei es als Hilfe bei einer krankhaften Vorwölbung der Hornhaut. Dr. Oliver Hoppe, der Leiter des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, gibt einen Überblick.

Schon vor bald 140 Jahren tüftelten die beiden Erfinder Adolf Eugen Fick und August Müller – unabhängig voneinander – am Konzept für die Kontaktlinse. Die ersten Schalen bestanden aus Glas, bedeckten den größten Teil der Augenoberfläche und konnten höchstens eine halbe Stunde im Auge bleiben. Seit den ersten Versuchen in den 1880er Jahren hat sich eine große Vielfalt an Materialien und auch an Verwendungen entwickelt.
Formstabile oder weiche Linsen?

Am weitesten verbreitet sind Kontaktlinsen als Sehhilfen. Hier gibt es formstabile Linsen oder auch solche aus weichen Materialien. Die optischen Eigenschaften sind oft denen einer Brille überlegen.
Irisprintlinsen

Andere Kontaktlinsen werden unter anderem aus kosmetischen Gründen getragen – und dabei geht es beileibe nicht immer um „Fun“-Linsen mit aufgedruckten Motiven, die dem Auge ein mitunter skurril fremdes Aussehen verleihen. Nach Augenverletzungen, die auch die Regenbogenhaut des Auges betreffen, kommt es mitunter zu bleibenden Schäden: Das Auge sieht „anders“ aus, die Pupille ist nicht mehr rund und auch ihre Größe passt sich nicht mehr automatisch an die Lichtverhältnisse an. Hier können individuell angefertigte Irisprintlinsen helfen: Sie geben dem Auge nicht nur sein natürliches Aussehen zurück, sie verbessern zusätzlich noch das Sehvermögen.
Verbandlinsen

Auch als transparentes Pflaster oder als Medikamententräger lassen sich Kontaktlinsen einsetzen. Verletzungen der Hornhaut des Auges sind sehr schmerzhaft, das Sehvermögen leidet deutlich und das Wohlbefinden der Patienten ist äußerst beeinträchtigt. Hier bieten so genannte Verbandlinsen eine gute Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern und die Heilung der Hornhaut zu ermöglichen, ohne dass eine Narbe zurückbleibt. Diese Linsen anzupassen, erfordert einigen Aufwand und augenärztliche Kompetenz, doch die Patienten profitieren erheblich.
Hilfe bei Keratokonus

Eine weitere Möglichkeit, Kontaktlinsen als therapeutisches Mittel einzusetzen, bietet sich beim Keratokonus. Das ist eine krankhafte Vorwölbung der Hornhaut, die hierzulande gar nicht so selten ist (einer von etwa 2000 Menschen ist betroffen). Sie führt zu einer starken Fehlsichtigkeit, die sich oft gar nicht mit einer Brille ausgleichen lässt. Spezielle, individuell angefertigte Kontaktlinsen aus einem formstabilen Material können hier angepasst werden, damit die Patienten wieder klar sehen.

Die Anpassung von Kontaktlinsen erfordert angesichts dieser Vielfalt der Materialien und der Einsatzmöglichkeiten fachärztliche Kompetenz und Sorgfalt. Kein Auge gleicht dem anderen – stets gilt es, individuelle Werte wie den Hornhautradius exakt zu bestimmen und abzuklären, welches Material im Einzelfall am besten geeignet ist. Eine schlecht angepasste Linse kann dem Auge schaden, dieses Risiko sollte niemand eingehen.

Nach der Anpassung folgt dann die tägliche Praxis im Umgang mit den Kontaktlinsen. Peinliche Hygiene ist hier das oberste Gebot. Regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen tragen dazu bei, dass das Auge die Linsen dauerhaft gut verträgt.

Grundregeln für die Lebensmittelhygiene zuhause

Durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie bereiten deutlich mehr Menschen die Mahlzeiten für sich und ihre Familie zuhause zu. Eine gute Küchenhygiene ist dabei wichtig, damit keine unnötigen Gesundheitsrisiken entstehen. TÜV SÜD gibt einen Überblick zu den wichtigsten Hygieneregeln im Umgang mit Lebensmitteln.

„Beim Umgang und bei der Zubereitung von Lebensmitteln sollten grundsätzlich die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden. Neben dem regelmäßigen und gründlichen Händewaschen gehören dazu auch grundlegende Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln“, erklärt Dr. Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte bei TÜV SÜD. „Da Bakterien und Viren hitzeempfindlich sind, kann ein potenzielles Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln praktisch ausgeschlossen werden. Wichtig ist, dass nicht nachträglich wieder eine Kontamination erfolgt.“

Übertragungswege von Lebensmittelinfektionen Wie das Bundesinstitut für Risikobewertungen (BfR) auf seiner Website informiert, ist eine Übertragung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) über Lebensmittel oder importierte Produkte aufgrund der geringen Umweltstabilität des Erregers unwahrscheinlich. Das BfR verweist darauf, dass beim Umgang damit allgemeine Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln angewendet werden sollen.

Im Gegensatz zu Corona- und Influenzaviren, bei denen die Übertragung durch Tröpfcheninfektion geschieht, ist bei Lebensmittelinfektionen eine direkte Übertragung durch infizierte Lebensmittel und Schmierinfektionen der Normalfall, beispielsweise im Fall von Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen, EHEC oder Campylobacter-Bakterien. Sie lösen Durchfall-Erkrankungen aus. Typische Übertragungswege sind dabei rohes Fleisch, Fisch oder erntefrisches, ungewaschenes Gemüse, aber auch der Mensch selbst, der Krankheiten übertragen kann ohne selbst krank zu sein. Die Krankheitserreger sind durch die Lebensmittel selbst, aber auch durch Hände, Schneidbretter und Küchenutensilien übertragbar. Das Kennen und Beachten von Hygieneregeln im Umgang mit Lebensmitteln sind daher wichtig.

Grundregeln für die Lebensmittelhygiene zuhause Verbraucher können zuhause viele sinnvolle Maßnahmen durchführen, um Infektionsrisiken beim Umgang mit Lebensmitteln zu vermeiden. Folgende Prinzipien haben sich dabei bewährt:

Hygienemaßnahmen vor Kontakt mit Lebensmitteln Saubere Hände und Kleidung sind unverzichtbar in der Küche. Es sollte dafür gesorgt werden, dass Schmuck und Haare nicht bei der Küchenarbeit stören. Auch Berührungen im Gesicht (Mund, Nase, Augen). sollten bei der Zubereitung von Lebensmitteln soweit wie möglich vermieden werden. Dass nicht auf Lebensmittel gehustet werden darf, versteht sich von selbst. Haustiere sind bei der Lebensmittelzubereitung fernzuhalten.

Verhindern von Kreuzkontamination Vom Einkauf über Transport, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln sollte die Übertragung von Keimen durch Hände, Geräte, Arbeitsflächen oder Küchenutensilien vermieden werden. Für rohe und gegarte Lebensmittel sollten am besten immer getrennte Küchenutensilien verwendet werden. Gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln bevor man weiterarbeitet gehört ebenso dazu. Beim Auspacken nach dem Einkaufen sollte der auf der Unterseite schmutzige Einkaufskorb nicht auf die bereits gereinigte Arbeitsfläche gestellt werden. Insbesondere sollte vermieden werden, dass bereits zubereitete Lebensmittel direkten oder indirekten mit rohen Lebensmitteln haben.

Gründliche Reinigung Oft wird vergessen, dass Schwämme, Spüllappen oder -bürsten selbst Keimüberträger sind, deshalb sollten diese häufig gewechselt werden. Als Reinigungsmittel für Hände genügen heißes Wasser und Seife, und für Küchengeräte und Oberflächen Spülmittel (außer bei hartnäckigen Verschmutzungen). In privaten Haushalten müssen im Normalfall auch keine Desinfektionsmittel verwendet werden. Ausnahmen sind ärztlich verordnete Desinfektionsmaßnahmen, z.B. bei Salmonellen-Patienten.

Zu warme Lagerung und zu geringe Erhitzung vermeiden Erzeugnisse wie frisches Geflügel, Schweinefleisch, Hackfleisch oder Fisch sollten während der Zubereitung durcherhitzt werden. Verzehrfertige Lebensmittel sollten nicht länger im Warmen bereitgestellt oder gelagert werden, z. B. Salate, Aufschnitt, und kalte Gerichte. Werden Speisen für den nächsten Tag aufbewahrt, z. B. die Vorspeisenplatte oder die Nudelsoße, sollten diese nach Zubereitung rasch gekühlt werden.

20.05.2020 DGA | Quelle: TÜV Süd AG



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